Aufbruch statt Untergang

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Ehemalige Porzellanfabrik wird zum "Werkquartier" - Albert Rupprecht träumt vom Loft

Windischeschenbach. (mic) "In New York wären das begehrte Loft-Wohnungen", schwärmt Albert Rupprecht, als er am Freitagvormittag in der ehemaligen Porzellanfabrik aus dem Fenster blickt. Ralf Schneeberger, Geschäftsführer der R&S Versorgungs-GmbH schmunzelt über den Vorschlag des Bundestagsabgeordneten. "Wir denken zwar in erster Linie an eine gewerbliche Nutzung, aber vielleicht gibt es einmal eine Nachfrage dafür."

Auch Bürgermeister Karlheinz Budnik staunt: "Seit meinem ersten Besuch hier in den Anfangsjahren hat sich unglaublich viel verändert." Während sich die Politiker im Hof umsehen, parken mehrere Lkw an den Laderampen. "Wir haben Zulieferer aus Automobilbranchen", sagt Schneeberger. "Mehrmals täglich kommen Lastwagen aus Wackersdorf und Leipzig."

Schneeberger führt die Politiker als erstes in den Versorgungstrakt. "Es reicht nicht, einfach nur Fläche zur Verfügung zu stellen", schildert er. "Das Areal ist energieautark." Eigener Strom wird mit Erdgas hergestellt. Im Heizhaus steht ein Holzvergasungsreaktor, der das Antriebsgas für die Kraft-Wärme-Kopplung produziert.

Drei Millionen hat Schneeberger bis jetzt investiert. Demnächst soll auch noch Prozess-Kälte hinzugekommen, die das junge Unternehmen Inoplast benötigt, um seine Maschinen zu kühlen.

Seniorchefin Rosalinda Müller zeigt den Besuchern die Halle, in der aus Produktionsabfällen Kunststoffgranulat hergestellt wird. Sohn Alexander (22) wagte 2010 mit Erfolg den Schritt in die Selbstständigkeit und beschäftigt nun 14 Mitarbeiter. Rupprecht, Budnik, zweiter Bürgermeister Erich Sperber und Stadtrat Heinz Uhl sahen bei ihrem kurzen Rundgang nur einen Bruchteil der positiven Entwicklung. "Mir ging es in erster Linie um die Infrastruktur", erklärte Schneeberger. "Sonst kann man nicht vermieten." Erst nach und nach will er sich der optischen Verschönerung widmen.

Als Vermieter von Immobilien würde er zwar von der GA-Förderung nicht profitieren, doch alle seine Mieter kämen in den Genuss. "Das Programm läuft noch bis 2020", versprach Rupprecht.

Quelle: Der Neue Tag